Über uns
Team Galerie da Mihi
- Barbara Marbot, Galeristin und Kuratorin, Postgraduate MAS Curating ZHdK, Betriebsökonomin FH.
- Hans Ryser, Galerist, Executive Master in Art Market Studies UZH, AMP Harvard University.
- Bernhard Anliker, Ausstellungstechnik, Möbelschreiner und studierter Innenarchitekt an der UCLA extension (University California at Los Angeles).
- weitere Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Kunstfeld.
Wir zeigen relevante zeitgenössische Kunst in einer architektonisch interessanten Location in der UNESCO-gekürten Berner Altstadt.
Programm Galerie da Mihi
Kuratierte Ausstellungen | Begegnungsort für Kunstfachpersonen, Kunstliebhaberinnen, Kunstliebhaber und Neugierige | Kunstvermittlung und -Förderung | Kunsthandel.
Im Zentrum stehen etablierte Künstlerinnen und Künstlern, die uns in ihrer Gesamtheit persönlich faszinieren. Gleichzeitig legen wir grossen Wert darauf, dass ihre Arbeit auch von anderen Kunstschaffenden und öffentlichen Institutionen anerkannt und geschätzt wird.
Unser Herz schlägt für die aktuelle Kunst.
Die Galerie da Mihi ist ein pulsierender Begegnungsort für Künstlerinnen, Künstler, Kunstinteressierte, Neugierige, für Fachpersonen und Laien. Das reiche Veranstaltungsprogramm ermöglicht spannende Dialoge zwischen allen Akteurinnen und Akteuren im Kunstfeld.
Geschichte Galerie da Mihi
Juni 2011: Gründung da Mihi AG.
12. Dezember 2011: Start Online Galerie.
21. April 2012: Collection Presentation im Zentrum Paul Klee.
August 2012: Pop-up Galerie im ehemaligen Anlikerhaus, Bubenbergplatz 15.
Februar 2013: Galerie-Räumlichkeiten am Bubenbergplatz 15 im 1. OG, im Concept-Store Maggs (Loeb AG).
August 2017: Übernahme KunstKeller von Dorothe Freiburghaus, Gerechtigkeitsgasse 40.
14. Juni 2025: Schliessung KunstKeller für ca. drei Jahre (Sanierung des Gebäudes).
28. Februar 2025: Eröffnung der neuen Räumlichkeiten, Gerechtigkeitsgasse 36, Bern.
Neue Räumlichkeiten seit Februar 2025
Gerechtigkeitsgasse 36, 3011 Bern
Die Galerie da Mihi feiert 100 Ausstellungen
mit «Victorine Müller – Mondmahl»
21. November 2025 bis 3. Januar 2026
Die Galerie da Mihi hat ein Jubiläum zu feiern: Sie präsentiert dieses Jahr ihre 100. Ausstellung. Im Rückblick wird deutlich: Das Galeristenpaar Barbara Marbot und Hans Ryser haben die Berner Galerienszene massgeblich mitgeprägt.
«Wir haben uns immer für Neues interessiert», so Barbara Marbot. Die Galeristin erinnert sich an die erste Ausstellung, die «Online» stattgefunden habe. Sie merkte rasch, dass dieser Hype genau wie jener um die NFT-Bilder, den sie aus professionellem Interesse und Neugierde mitmachte, längerfristig nicht funktionierte. «Menschen möchten nach wie vor Originalarbeiten ansehen, sich an Vernissagen treffen und über das Gesehene diskutieren», so Marbot. Sie ist denn auch die Autorin der Publikation «Verhandlungssache Galerie» (2018), in der sie Strategien für das Überleben kleiner Galerien untersucht hat. Ein wichtiger Punkt? Vernetzung und Präsenz. Von 2020 -2022 war Marbot Präsidentin des Vereins Berner Galerien und pushte das Berner Galerienwochenende, den gemeinsamen Auftritt der Vereinsmitglieder.
Ihre eigene Galerie gründete sie 2011 gemeinsam mit ihrem Mann Hans Ryser. 2017 packten die beiden die einmalige Chance. Sie konnten die von der Galeristin Dorothe Freiburghaus 1970 gegründete Galerie in der Gerechtigkeitsgasse übernehmen. Aktuell wird die Liegenschaft saniert, da Mihi ist für die kommenden drei Jahre, in die Räumlichkeiten der ehemaligen Puppenklink, in unmittelbarer Nähe des einstigen Standortes, gezogen. Hier findet aktuell die Ausstellung «Marionetten» des Berner Videokünstlers Peter Aerschmann statt. Auf Monitoren tanzen und turnen verschiedene, abstrahierte Figuren, die auf spielerische Art und Weise Machtverhältnisse hinterfragen. Die darauffolgende Ausstellung mit Arbeiten von Victorine Müller wird die 100. Schau sein.
Der Rückblick auf die vergangenen Ausstellungen ist geprägt von Vielfalt: Barbara Marbot und Hans Ryser haben sowohl Einzel- wie Gruppenausstellungen bestritten. Beide haben sich weitergebildet. Marbot hat «Curating» studiert, Ryser «Art Marked Studies». Eine reine Verkaufsgalerie ist da Mihi indes nicht. Immer wieder überrascht die Galerie mit konzeptionellen Ausstellungen, bringt etwa unter dem Titel «Tapas» (2025) unterschiedliche Positionen und Medien zusammen. Oder zeigt auch mal eine Gegenüberstellung eines Zeitgenossen mit einer historischen Position, etwa mit der Schau «Willi Müller – Hans Josephson», (2020) wo Malerei auf Skulpturen traf.
Gemeinsam hat das Paar zahlreiche Künstlerinnen und Künstler gefördert, aufgebaut und in regelmässigen Abständen gezeigt. «Als Galerist bist du manchmal auch Psychologe und Chauffeur», so Hans Ryser über die engen Beziehungen, die sie zu den Kunstschaffenden pflegen.
Das Künstlerduo M.S. Bastian / Isabelle L. aus Biel erhielt 2024 mit «Wonderland» eine grosse Schau, bei der in Form verspielter Comicwelten Klassiker der Kunstgeschichte zitiert wurden und der legendäre Pulp, eine weisse Gestalt, die im Werk von M.S. Bastian / Isabelle L., immer wieder auftaucht, in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfte.
Auch die Künstlerinnen Victorine Müller, Salomé Bäumlin und Charlotte Hug konnten ihr Werk regelmässig bei da Mihi zeigen. Bäumlin hat sich einen Namen gemacht mit ihren Tapisserien aus marokkanischer Schafwolle, die im Kollektiv mit Frauen vor Ort entstehen. Hug wurde 2025 mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet. Bei da Mihi zeigte sie 2018 unter anderem ihre Klangvisionen aus Shanghai: Soundinstallationen und eine von den Geräuschen Chinas inspirierte Kalligrafie. Victorine Müller, die Performance-Künstlerin, die man für ihre transparenten Skulpturen kennt – wobei sie auch mal selbst Teil der mit Licht zum Leben erweckten Plastiken wird und etwa in einem lebensgrossen Elefanten «schwebt» - zeigte 2024 bei da Mihi erstmals ihre bisher wenig bekannte Malerei.
Überhaupt hat die Malerei bei da Mihi einen hohen Stellenwert. Urs Stoos, bekannt für seine Menschenbilder, Sarah Fuhrimann, die in postimpressionistischem Stil malt, oder Pat Noser, die nach Fotografien Landschaften und Porträts mit Öl und Acryl auf Leinwand bannt, wurden alle mehrfach in der Galerie präsentiert.
Auch Subversives und explizit Poltisches findet Platz bei da Mihi. Die für Aktionskunst bekannte Künstlerin Barbara Kiener erhielt dieses Jahr mit «Echo der Verwundbarkeit» eine Einzelausstellung. Aktuell provoziert ihr «Sennentuntschi» in Thun, eine pinke Figur mit entblösstem Geschlecht, das die Künstlerin als feministisches Statement versteht.
Dass nicht immer alles vom Publikum goutiert wird, ist Marbot und Ryser bewusst. Die Vermittlung ist dem Galeristenpaar ein wichtiges Anliegen. Regelmässig finden bei da Mihi Künstlergespräche statt, in denen etwa Kuratoren und Kuratorinnen im Gespräch mit den Kunstschaffenden Licht in die auf den ersten Blick oft unergründlichen Gedankengänge der Gegenwartskunst bringen. So dass die von Marbot und Ryser gelebte Begeisterung für Neues auf die Besucherinnen und Besucher überschwappt.
Text: Helen Lagger, im Oktober 2025
Virtuelle Tour durch den ehemaligen KunstKeller
Gerechtigkeitsgasse 40, 3011 Bern
by 360viewportal.com