Lorenz Spring Titelwerk

Lorenz Spring

Malerei, Objekt, Plastik, Zeichnung und Grafik 

*1964 in Uster, lebt und arbeitet in der Region Bern, CH


Ausstellungen bei da Mihi
2025 – Lorenz Spring – Agape
Text zur Ausstellung
Katalog zur Ausstellung 2025


2021 – Schang Hutter – Lorenz Spring
Text zur Ausstellung
Katalog Lorenz Spring 2021

SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz

Bild: 
Lorenz Spring, «Liebesbrief/Agape», 2024, Öl, Mischtechnik, Kreide auf handgeschöpftem Büttenpapier, 75.5 x 55.5 cm

Lorenz Spring – Agape

28. Februar bis 12. April 2025
Gerechtigkeitsgasse 36, Bern

Unter den historischen Lauben, an der Gerechtigkeitsgasse 36, eröffnet unsere neue Galerie ihre Pforten und lädt mit grosszügigen Schaufenstern dazu ein, zeitgenössische Kunst in einem einzigartigen Licht zu erleben – Tag und Nacht. Wir freuen uns, Sie zur Ausstellung von Lorenz Spring willkommen zu heissen, nur wenige Treppenstufen vom bisherigen Standort entfernt. Die energiegeladenen Arbeiten von Lorenz Spring widmen sich dem Thema «Agape» – die bedingungslose Liebe, die als Ausdruck des Göttlichen über das Persönliche hinausreicht. Mit kraftvollen Farben und ausdrucksstarken Motiven verbindet der Künstler das Sichtbare mit dem Unsichtbaren und schafft so tief bewegende Botschaften der Liebe. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

 

Wir laden Sie herzlich ein!

 

Vernissage

Freitag, 28. Februar, 18.00 - 20.00 Uhr

Kurzeinführung um 18.30 Uhr

 

Der Künstler ist anwesend

Samstag, 8. März, 14.00 - 17.00 Uhr

Samstag, 15. März, 14.00 - 17 00 Uhr

 

Finissage

Samstag, 12. April, 14.00 - 17.00 Uhr

Ein gemalter Liebesbrief in diesem Kontext ist kein traditionelles Schriftstück, sondern ein Bild, das Gefühle und Energie in einer Weise ausdrückt, die Worte übersteigt – der Liebesbrief Gottes an die Menschheit in Agape. Die Werke behandeln das Thema Liebe in seiner metaphysischen Grösse und öffnen den Raum für Interpretationen und Resonanz bei den Betrachtenden. Sie verbinden das Persönliche mit dem Universellen, das Offensichtliche mit dem Verborgenen. Die gemalten Liebesbriefe entfalten das Potenzial, nicht nur das Konzept der Liebe in der Kunst neu zu befragen, sondern auch eine tiefere Verbindung zwischen Werk und Betrachter_in herzustellen. Es sind Werke, die über die Leinwand hinaus in die Seele wirken. Lorenz Spring zeigt ausserdem Werke aus der ebenfalls neuen Serie «Garden of Hope» sowie seine berauschenden Seerosen Arbeiten. 
Lorenz Spring (geb. 1964) gehört zu den bemerkenswerten zeitgenössischen Schweizer Künstlern, die mit ihrem Werk eine Brücke zwischen kunsthistorischen Traditionen und moderner Ausdrucksweise schlagen. Seine Kunst zeichnet sich durch eine expressive Bildsprache aus, die sich sowohl aus historischen Einflüssen als auch aus persönlichen und gesellschaftlichen Reflexionen speist. In Springs Werk sind vielfältige Bezüge zum Abstrakten Expressionismus, der Pop-Art und dem Impressionismus erkennbar. Besonders hervorzuheben ist seine Auseinandersetzung mit den Werken von Cy Twombly, Claude Monet und Robert Rauschenberg. Spring transformiert über 100 Jahre Kunstgeschichte und schafft eine eigene visuelle Sprache, dabei bewegt er sich zwischen Figuration und Abstraktion.

Lorenz Spring verbindet in seinem künstlerischen Konzept traditionelle Kunstströmungen mit zeitgenössischer Ausdruckskraft. Seine Werke thematisieren die Beziehung zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, persönlichem Empfinden und universellen Botschaften. Springs Arbeiten zeichnen sich durch intuitive Prozesse aus, bei denen Kalkül und Spontaneität verschmelzen, um emotionale und symbolische Dimensionen sichtbar zu machen. Dieses Zusammenspiel von Materialität und Konzept erinnert an die gestalterischen Prinzipien der amerikanischen Nachkriegskunst, die das Prozesshafte und Spontane in den Mittelpunkt stellten.

Lorenz Spring verwendet eine ungewöhnliche Mischtechnik, die Öl, Acrylfarben, Dispersion, Kreide und Collage-Elemente integriert. Eigene Fotografien, die als Vorlagen schemenhaft sichtbar bleiben, dienen als Grundlage seiner Werke und verleihen diesen eine narrative Dimension. Mit seiner eigenständigen Maltechnik schafft er Oberflächen von aussergewöhnlicher Haptik und Tiefenwirkung. Springs reliefartige Oberflächen, die eine Nähe zur Assemblage-Tradition des 20. Jahrhunderts aufweisen, erzeugen atmosphärische Spannungen und laden die Werke emotional so weit auf, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Spring sagt, dass Kunst mit purer Energie gefüllt sein muss, sonst wirken Werke schnell langweilig.

Er arbeitet bevorzugt in Serien, die thematische Kontinuität aufweisen und gleichzeitig Raum für Variation und Weiterentwicklung lassen. Dabei strebt der Künstler nach einem «Hineinhören» in die Natur, wenn er Licht, Farbe und Struktur als Träger einer tieferen Ebene einsetzt.

Springs Ansatz ist in hohem Masse zeitgenössisch, er lädt die Betrachtenden zu einem reflektierenden Dialog über die Beziehung zwischen Materialität und Wahrnehmung ein. Sein Werk ist eine Hommage an das Leben und die Vielfalt der Kunst des 20. Jahrhunderts. 

Aus einer kunsthistorischen Perspektive betrachtet, lässt sich Springs Schaffen als Synthese aus Tradition und Innovation lesen. Seine Werke reflektieren die Spannungen zwischen Vergänglichkeit und Beständigkeit, zwischen Material und Imagination – Themen, die die moderne Kunst seit ihren Anfängen beschäftigen. 

Lorenz Spring steht exemplarisch für einen Künstler, der tief in der kunsthistorischen Tradition verwurzelt ist, diese jedoch in einer Weise transformiert, die sie in einen lebendigen Dialog mit der Gegenwart treten lässt. Er klopft mit seinen Werken an die Türen der grossen Themen der Kunst. Spring plädiert auf Authentizität, wenn er sagt, «lebe deine Kunst, nur so wird sie echt».

Text: Hans Ryser und Barbara Marbot

Vorschau Online-Galerie




No 70
«Seerosen», 2023/24
Öl, Collage, Mischtechnik auf Leinwand
50 x 200 cm 
CHF 8’800.-



 


No 32 
«Seerosen», 2016/23
Öl, Kreide, Collage,
Mischtechnik auf Leinwand,
170 x 150 cm
CHF 14'000.-

 




No 64 
«Seerosen», 2021
Öl, Kreide, Collage,
Mischtechnik auf Leinwand, 
120 x 120 cm
CHF 9'100.-





No 49 
«Liebesbrief/AGAPE»,
2023/24
Öl, Mischtechnik, Kreide auf handgeschöpftem 

Büttenpapier, 
75.5 x 55.5 cm
CHF 5'900.- inkl. Rahmen

No 21 
«Offener Himmel III», 2024/25
Öl, Mischtechnik, Collage auf handgeschöpftem Büttenpapier, 
75.5 x 64.5 cm
CHF 6'100.- inkl. Rahmen



 

No 62 
«Liebesbrief/AGAPE», 2024
Öl, Mischtechnik, Collage auf handgeschöpftem  Büttenpapier, 
75.5 x 55.5 cm
CHF 5’900.- inkl. Rahmen



 


No 6 
«Garden of Light», 2011/23 
Öl, Mischtechnik, Kreide auf
Papier, 40 x 40 cm
CHF 3'000.- inkl. Rahmen


 



No 55 
«Faith-Hope-Love VI», 2010/23
Öl, Mischtechnik, Kreide auf
Papier, 
40 x 40 cm
CHF 3’000.- inkl. Rahmen


2021

Presse zur Ausstellung

Schang Hutter – Lorenz Spring 

Kunstbulletin

Fragile Menschenbilder

von Alice Henkes
23.9.2021 (Oktoberausgabe)

Bieler Tagblatt

Seerosen und Veitstänze
von Helen Lagger
25.8.2021

der Bund

Was für ein Blau!
von Xymna Engel
19.8.2021

Berner Kulturagenda

Kunst der Menschlichkeit
von Lula Pergoletti
19.8.2021

Schang Hutter – Lorenz Spring

20. August bis 23. Oktober 2021

Schang Hutter – Lorenz Spring

20. August bis 23. Oktober 2021

Wir bedauern sehr, dass Schang Hutter seine Ausstellung nicht mehr erleben darf, 
die wir gemeinsam für Mai 2020 geplant hatten. Er ist am 14. Juni 2021 verstorben.
Schang Hutter und Lorenz Spring verbindet ein vielschichtiges Anliegen: ihre Liebe zu 
den Menschen und zur Menschlichkeit. Schang Hutter hat sich zeitlebens stark für Menschenrechte engagiert und dies in seinem Werk umgesetzt. Internationale Anerkennung 
erlangte er nicht nur in der BRD, sondern auch in der DDR. Der nachmalige Bundeskanzler Schröder hielt 1992 eine Laudatio zu einer Ausstellung in Niedersachsen. 
Der gläubige Christ Lorenz Spring fand erste Anerkennung bereits früh bei Ernst 
Scheidegger in Zürich, Carzaniga in Basel und vielen ausländischen Ausstellungen. 
In grosser Wertschätzung und Faszination für ihr Werk, widmen wir beiden Künstlern 
unsere Galerie-Ausstellung

Lorenz Spring Contemporary Art
Lorenz Spring Contemporary Art
Lorenz Spring Contemporary Art
Lorenz Spring, Nude