Paul Klee, Perspectiv-Spuk, 1920 / 174, Museumsfaksimile auf Hahnemühle Papier, Lizenz: Creative Commons Zero (CC0), da Mihi

30. März 2020

Pimp your Homeoffice!

Bei den zahlreichen Videokonferenzen und via Instagram oder anderen sozialen Medien sind uns einige Homeoffice-Welten aufgefallen. Was hat Pierre Bourdieu damit zu tun?

Das weit verbreitete Arbeiten von zu Hause ermöglicht ungeahnte Einblicke in die guten Stuben, Küchen, Schlafzimmer oder was sonst als improvisierter Arbeitsplatz herhalten muss. Auch bei Ihnen? Haben Sie Ihr Lieblingswerk in den optimalen Sichtbereich gerückt? Bestimmt, denn als Leserin oder Leser dieses Blog-Beitrages qualifizieren Sie sich als Kunstkenner/in. Falls es, wider Erwarten, in Ihrem Homeoffice doch nicht so toll aussieht, hilft kurzfristiges Umhängen, um die gröbsten «Sünden» zu kaschieren. 

 

Man kann diese Episode schmunzelnd zur Kenntnis nehmen, kann aber durchaus einen ernsthaften Ausflug in die Soziologie unternehmen. Die Stichworte lauten «Pierre Bourdieu» und sein Buch «die feinen Unterschiede». Zugegeben, Bourdieu liest sich nicht wirklich flüssig. Sicher liegt es bereits eine Weile zurück, seit Sie sich im Gymnasium oder Studium mit solchen Themen auseinandergesetzt haben. Dennoch, es lohnt sich, Bourdieu wieder mal aus dem Bücherregal zu holen, speziell die Ausführungen über das symbolische Kapital sind heute hochaktuell und bilden eine solide Basis für das Verständnis des Kulturbetriebs. 

Kurz zur Auffrischung: Bei dieser Theorie geht es um die Umwandlung von kulturellem und sozialen Kapital in finanzielles Kapital und vice versa. Eine Person möchte beispielsweise ihr kulturelles Kapital dazu nutzen, sich soziales und finanzielles Kapital anzueignen. Hierzu kann sie über ihr Wissen über und/oder ihren Besitz von Kunst bessere soziale Beziehungen knüpfen und Ansehen erlangen. 

 

Zurück zum Homeoffice. Droht nächste Woche die grosse Videokonferenz mit «wichtigen» Personen? Auch in solchen Fällen können wir Ihnen kurzfristig aus der Patsche helfen, denn in der Zwischenzeit sind einige Werke des Tages auf unserer Webseite zu finden. Wenn für Ihren Geschmack nichts Passendes dabei ist, rufen Sie uns an. Gemeinsam finden wir eine adäquate Lösung.

Werk des Tages: 

Preiswert und dennoch wirkungsvoll – ein hochwertiges Museumsfaksimile, CC0, von Paul Klee, 
auf Hahnemühlepapier, fertig gerahmt für CHF 600.-