Blog-Beiträge

entstanden während dem Lockdown 2020


Willi Müller, Apfelbild 7, 2019, Öl auf Leinwand, Galerie da Mihi, Bern

8. Mai 2020

Und ewig lockt der nächste «Picasso»

Bereits im alten Rom wurde mit antiken Statuen aus Griechenland gehandelt. Echte und nachgemachte erzielten astronomische Preise. Das goldene Zeitalter der flämischen Malerei ging mit dem Platzen einer gewaltigen Kunstmarkt-Blase einher. Und der erfolgreichste Kunstfonds, den es je gab, hatte seine Blütezeit vor mehr als hundert Jahren.

Victorine Müller, Objekt 3/5, Porzellan gebrannt, 2013, Galerie da Mihi, Bern

7. Mai 2020

Unsere Künstlerinnen – 
heute Victorine Müller 

Dunkle Nacht, eine kalte Industriehalle, darin eine Frau, die mit Bergen von PVC-Folie und einer Schweissanlage hantiert. Das ist nicht das Setting eines TV-Tatortes, sondern Victorine Müller, die ihre überaus sinnlichen Kunstwerke fertigt. Ihr künstlerischer Fokus: Durch ihre visuelle Sprache verleiht sie der Stille und dem Feinen Kraft.

Frantiček Klossner, Stay Safe, Eingemachte Männer, Sélection tête de cru, 2011, Château, Fotografie, Galerie da Mihi, Bern

6. Mai 2020

Chancen der digitalen Kunst

Dieser Tage wird häufig von digitaler Kunst, respektive virtuellen Rundgängen gesprochen. Damit ist meist das digitale Rezipieren gemeint, weil Museen und Galerien geschlossen sind. In diesem Blog möchten wir jedoch einen Blick auf Kunst werfen, die bereits vor ihrer Entstehung digital konzipiert wurde. Dieser Beitrag kann als Fortsetzung vom 26. März 2020 gelesen werden: Wo bleibt die Aura des Originals in digitalen Zeiten? 

Gigga Hug, Série Poupée dessin 1/3, 2020, Galerie da Mihi Bern

5. Mai 2020

Kunsthochschulen – staatlich subventionierter Müssiggang?

Was muss man sich heute unter einer Kunstausbildung vorstellen? Früher wurde Kunst in grossen Zeichen- und Malersälen unterrichtet. Die Student/innen standen hinter ihren Staffeleien und nahmen Kritik und Korrektur der Meister entgegen. Seit Joseph Beuys den erweiterten Kunstbegriff geprägt hat, sind diese Methoden mehrheitlich verschwunden. Was an dessen Stelle getreten ist, bleibt eher vage. Daher ist es nicht verwunderlich, dass kunstferne Personen diese Ausbildungsgänge oft als staatlich subventionierten Müssiggang sehen.

Barbara Kiener, Performance «Mist», Bahnhofplatz Bern, Edition 1/5, 2019, Jürg Lauber, Galerie da Mihi, Bern

4. Mai 2020

Wenn James Bond die weisse Flagge hisst, hat Barbara Kiener die Finger im Spiel

 «#live 14:30 Performance Barbara Kiener #Schilthornpizgloria webcam schilthorn.ch» meldet ein pinkes Quadrat auf Instagram. Die Ansage zu ihrer Performance erreicht uns heute Sonntagnachmittag völlig überraschend.

Barbara Kiener, Performance «Mist», Bahnhofplatz Bern, Edition 1/5, 2019, Galerie da Mihi, Bern

1. Mai 2020

Künstler/innen, die uns aufgefallen sind – heute Raphaela Vogel

Feministische Kunst, die aufgeblasenen Fussball «Ultras» so richtig ans Leder geht. Jedoch ohne plump zu wirken, sondern subtil, hoch intellektuell – das ist Raphaela Vogel in ihrer fantastischen Ausstellung «Ultranackt», die sie im Sommer 2018 in der Kunsthalle Basel gezeigt hat. 

Alex Güdel, Arrangement # 14, 2020, Collage und Malerei auf Holz, 172 cm x 200 cm, Galerie da Mihi, Bern

30. April 2020

Fehlt der Berner Kunstszene das Feindbild?

«Früher war sogar die Zukunft besser», von K. Valentin. Jedenfalls sei früher die Kunstszene viel spannender gewesen. Eine Aussage, die wir speziell von älteren Leuten, immer wieder hören. Ist das nur nostalgisch gefärbte Schwärmerei oder ist wirklich etwas daran. Und falls ja, wann war denn früher? 

Egon Schiele, Stehender Akt mit orangem Umhang, 1914, Kohle und Wasserfarbe auf Papier Fine Art, Quelle: MET Museum NY, CC0

29. April 2020

Gustav Klimt und Egon Schiele – Sex, das Virus und die Strafe Gottes 

Vor etwas mehr als hundert Jahren wütete in Europa die Spanische Grippe. Höchstwahrscheinlich starb Gustav Klimt daran, jedenfalls an einer grippösen Lungenentzündung. Als Hypertoniker erlitt er mit 56 Jahren einen Schlaganfall, im Spital infizierte er sich vermutlich mit diesem Virus. Egon Schiele starb im zarten Alter von achtundzwanzig Jahren an der Spanischen Grippe – ohne Vorerkrankung. Recherchieren wir in Zeiten von Covid-19, sind wir unmittelbar versucht, Parallelen zu erkennen, zumal zwei der Hauptprotagonisten der Wiener Secession an «Corona-Ähnlichem» starben.

Flurina Hack, aus der Serie: Lücken, Zaun und Maschen, 2018, Gumprint, Monotypie, gerahmt (Museumsglas), Galerie da Mihi Bern

28. April 2020

Freiheit der Kunst versus politische Korrektheit?

Die erste Reaktion ist schnell zur Hand, Kunst ist frei, muss ergo auch nicht politisch korrekt sein. Aber ist es so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint? Wie ist es mit Balthus und seinen erotischen Bildern von offensichtlich minderjährigen Mädchen? Wie war das 2004 mit Thomas Hirschhorn und seiner Intervention in Paris, als ein Poster von Blocher bepinkelt wurde?

Gildas Coudrais, Lost parade, 2019, Malerei hinter Plexiglas, Leuchtkasten  gerahmt, Galerie da Mihi, Bern

27. April 2020

Unsere Künstler – 
heute Gildas Coudrais

Los Angeles – Paris – Berlin – Bern sind die Epizentren von Gildas Coudrais. Der Künstler ist gebürtiger Franzose, die Liebe hat in nach Deutschland geführt. Heute lebt er mit Frau und zwei Töchtern in Berlin. Warum ist dieser international tätige Künstler ausgerechnet in Bern aktiv?

Salomé Bäumlin, Unter dem Himmel, 2019, Tapisserie Hochflor, Wolle, Galerie da Mihi, Bern

24. April 2020

Im Corona-Tief – 
wir sind reif für die Insel

Schlendernd durchstreifen wir den duftenden Pinienwald auf der Insel Poquerolles. Auf einmal stossen wir auf ein simples Holzschild mit der Aufschrift: Exposition d’Art Contemporain. Haha, da will wohl eine/r den Touristen farbige Bilder von Segelbooten verkaufen. Kurz darauf stehen wir vor einem massiven Eingangstor mit der Aufschrift, Fondation Carmignac. Was sich dahinter verbirgt, übersteigt unsere kühnsten Erwartungen.

Gildas Coudrais, À quel sein se vouer? 2019, Malerei hinter verformtem Acrylglas, Galerie da Mihi, Bern

23. April 2020

Das Dilemma der Kunstmuseen mit den Ausstellungsvideos 

Es gibt unzählige Videos zu den eindrücklichen Sammlungen vieler Museen. Oft werden Werke aus dem 19. Jahrhundert oder älter und manchmal aktuelle Ausstellungen von lebenden Künstler/innen gezeigt. Virtuelle Rundgänge zu derzeitigen Grossausstellungen, z.B. von Edward Hopper, sucht man meist vergebens, bestenfalls findet man ein kurzes Einführungsvideo der Kuratorin, die vor einem Werk steht. Warum ist das so?

Charlotte Hug, Inscape, 2019-2020, Graphit, Rötel und Tusche auf halbtransparenter Folie, Galerie da Mihi, Bern

22. April 2020

Eine Ausstellung die wir gerne gesehen hätten – «Zeitmaschine» im Kunstmuseum Bern, 2002

Diese Ausstellung ist in einem Vakuum entstanden, in einer Zeit ohne Direktor. Toni Stooss war nicht mehr da und Matthias Frehner noch nicht gefunden. Vertraut man den Pressestimmen von damals, sprengte sie sämtliche Grenzen.

Yannick Lambelet, Aime ton prochain, 2012, Acryl auf Leinwand, Galerie da Mihi, Bern

21. April 2020

Künstler/innen, die uns aufgefallen sind – heute Raquel van Haver

Ein riesiges Gemälde, fast eine Plastik, angelehnt an das Monumentalwerk «Das letzte Abendmahl» – die Szenerie irgendwo zwischen Afrika, Karibik, Südamerika und Bijlmermeer Amsterdam, zieht mich magisch an und lässt mich seither nicht mehr los. Gesehen habe ich das vier mal neun Meter grosse Werk im vergangenen Frühjahr im Stedelijk Museum in Amsterdam.

Lorenzo le kou Meyr, Der Vollmond ... Fälschung entlarvt, 2019, Öl/Acryl auf Leinwand, Galerie da Mihi, Bern

20. April 2020

Migros Kulturprozent – Marktforschung auf Kosten der Kulturschaffenden?

Zurzeit macht eine Ausschreibung von Migros Kulturprozent die Runde: «Neue Perspektiven – SlashArtist» lautet der Titel. Dazu die Aufforderung: «Jetzt Projekt einreichen.» Der Beitrag ist bereits mehrere tausend Male auf Facebook aufgerufen worden, stösst also bei Kulturschaffenden auf reges Interesse – es locken Projektbeiträge. 

Gigga Hug, Digital Painting, Painting sort - florale Schiffe, 2020, Galerie da Mihi, Bern, Blog über Yayoi Kusama

17. April 2020

Künstler/innen, die uns aufgefallen sind – heute Yayoi Kusama. Gestern richtete sie eine Botschaft an die Welt.

Im Jahre 2011 ist uns ihre Retrospektive im Museum Reina Sofia in Madrid eingefahren. Seither befassen wir uns immer wieder mit der heute über 90-jährigen Künstlerin. Laut «The Guardian» ist sie aufgrund der Besucherzahlen ihrer Ausstellungen die weltweit beliebteste Künstlerin. Ihre «Botschaft an die Welt» von gestern, hat uns überrascht. 

Claudius Weber, Ich mache mit meinen Quasi-Kristallen, was ich will. April 2020. Blog über Markus Raetz

16. April 2020

Markus Raetz – er läutete in Bern eine neue Epoche ein

Bern hat Traditionen, Altes, Bewährtes, «ging wie gäng» ist hoch im Kurs, ebenfalls in der Kunst. Anker, Hodler, Amiet… und dann kam Markus Raetz. Alles war anders. Seine Kunst – radikal neu. Obwohl auch Raetz malen konnte, brach er aus der Malerei aus, erfand die Linie neu, transportierte sie in den dreidimensionalen Raum. 

Salomé Bäumlin, Tapisserie, Bern.  Blog überKünstlerinnen und Künstler, Geld

15. April 2020

Künstler/innen und Geld – 
Teil zwei

 

Gestern standen die Wechselwirkungen von Kunst und Geld im Zentrum. Dabei ist klar geworden, dass es hauptsächlich um den hochpreisigen Kunstmarkt geht, in welchem Kunst von Künstler/innen gehandelt wird, die oft bereits gestorben sind. Hinzu kommen erfolgreiche, zeitgenössische Künstler/innen, die sich Zugang zu exklusiven Netzwerken sichern konnten und ein hohes Preisniveau erreicht haben. Was ist jedoch mit denjenigen, die es (noch) nicht «geschafft» haben? 

M.S. Bastian & Isabelle L., Frühling im Paradies, 2012 / 2015 / 2016, Mischtechnik auf Leinwand, Galerie da Mihi, Bern

14. April 2020

Kunst und Geld – Teil eins

Eine konfliktbeladene Liaison, über die bereits viel geschrieben und debattiert wurde. Auch wir haben gerungen – wie Sie vielleicht festgestellt haben, konnten wir unseren Blog-Beitrag nicht im ersten Anlauf fertigstellen. Es sind nun zwei Beiträge daraus geworden. Der zweite trägt den Titel: Künstler/innen und Geld und wird morgen erscheinen. Unsere kurzen Texte können notgedrungen nur einen Anstoss zum komplexen Thema beisteuern. Versuchen wir es trotzdem. 
Grundsätzlich: Kunst ist Kunst, verfolgt keinen Zweck und hat somit auch keinen ökonomischen Wert. Kunst entzieht sich von ihrem Wesen her dem Markt.  

Salomé Bäumlin, Tapisserie, Teppich, Contemporary Art, da Mihi Gallery Bern. Blog über Kunst und Geld

9. April 2020

Kunst und Geld – würde hier stehen, wenn…

wir denn einig geworden wären. 
Bisher haben wir Blogs erst veröffentlicht, sobald beide damit einverstanden waren. Heute Abend gab es keinen Sieger. Das Thema war offensichtlich zu komplex. Wir werden morgen weiter debattieren. Je nachdem folgen zwei Versionen oder die Osterzeit verhilft uns zum Durchbruch und zu einer Einigung.
Wir wünschen Ihnen trotzdem frohe Ostern!

Heute rettet uns Salomé Bäumlin mit dem Werk des Tages: «Home»

Gildas Coudrais, Palmtree 21, 2020, Mischtechnik, Gerahmt, Galerie da Mihi, Bern. Blog über Kunstmessen Art Basel, Frieze

8. April 2020

Kunstmessen – wie weiter?

Bei den Kunstmessen hat das grosse «Geschiebe» begonnen. Der festgefügte Messekalender wird arg durcheinandergewirbelt. Diesen Herbst dürfte es ein Gedränge geben – weniger an den Messen selbst als im Kalender. Ob im Herbst Grossveranstaltungen mit mehreren tausend Personen überhaupt möglich sein werden, steht in den Sternen. 

M.S. Bastian & Isabelle L., Pantomas in New Bastropolis, 2012, Mischtechnik mit Collage auf Leinwand. Blog Beatriz Milhazes

7. April 2020

Künstler/innen, die uns aufgefallen sind – heute 
Beatriz Milhazes

Die Bilder von Beatriz Milhazes sind wie ein brasilianischer Karnevalsumzug –ein Feuerwerk an lebendigen Farben wirbelt über die Leinwand und scheint ausgelassen Samba zu tanzen. 

Pat Noser, Geblümt, 2020, 30 x 38 cm, Tusche auf Karton, Galerie da Mihi, Bern. Blog über das Kunst sammeln, Walter Benjamin

6. April 2020

Kunst sammeln war gestern

Im Magazin «Faces» konnte man 39 Gründe nachlesen, warum man keine Kunst sammeln solle. Als Grund Nummer 19 stand da: «Männer, die Kunst sammeln, haben meistens Übergewicht, schlechte Manieren und sind oft im Bordell.» Auch der Philosoph Walter Benjamin erwähnte bereits im Jahre 1931, dass Kunstsammeln von gestern sei – er prophezeite, dass für den Sammler «die Nacht hereinbricht». Die Passion sei unzeitgemäss, der Typus des Sammlers sterbe aus.

Etel Adnan, Le Poids du monde IV 14/35, 2016, Lithographie, 48 x 38 cm, Gerahmt, Nussbaum, Galerie da Mihi

3. April 2020

Wann darf Kunst wieder schön sein?

Für viele ist zeitgenössische Kunst schwer verständlich, speziell diese aus dem deutschsprachigen Raum. Die Gründe dafür liegen mittlerweile über siebzig Jahre zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen Gräueltaten der Deutschen, entwickelte sich dort die philosophische Denkrichtung der «Kritischen Theorie», die auch als Frankfurter Schule bezeichnet wird. 

Pat Noser, Tür, 2020, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, Galerie da Mihi, Bern

2. April 2020

Ausstellung für die Katze – für ds Büsi 

Yannick Lambelet, einer «unserer» Künstler hat auf Facebook folgenden Aufruf gepostet: «Wer möchte diese Ausstellung mit mir ansehen! Miaou». Schlaumeier, er lud in eine digitale Ausstellung über Katzen ein. Nie hätte ich gedacht, dass ich eine Ausstellung über Katzen empfehlen würde, doch das «UMA - Universal Museum of Art» hat mich positiv überrascht, deshalb heute ein Blog über Katzen in der Kunstgeschichte, gezeigt in einem Museum, das gar keines ist. 

Sarah Fuhrimann, Tür, 2020, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, Galerie da Mihi, Bern

1. April 2020

Der digitale Veronese und die Migration der Aura

Im Blog-Beitrag vom 26. März haben wir über die Aura des Originals sinniert, welche gerade in Zeiten der geschlossenen Ausstellungen nur schwierig via Bildschirme zu transportieren sei. Heute gehen wir auf einen anderen Aspekt ein, denn digitale Technologien beschränken sich nicht nur auf die Darstellung an einem Bildschirm, sie erlauben auch originalgetreue Nachbildungen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Ruth Amstutz, Eingewurzeltes 2020, Werkserie Eingewurzeltes IV, Foto, Plexiglas, Galerie da Mihi, Bern

31. März 2020

Künstler/innen, die uns aufgefallen sind – heute Dorothea Tanning

Sie brauchen sich nicht zu grämen, wenn Sie Dorothea Tanning (noch) nicht kennen. Aufgefallen ist sie mir erstmals in einer Ausstellung im Museum Reina Sofia in Madrid, im Herbst 2018. «Behind the Door» war Name und Programm der Show, die später auch in der Tate Modern in London gezeigt wurde.  

Paul Klee, Perspectiv-Spuk, 1920 / 174, Museumsfaksimile auf Hahnemühle Papier, Lizenz: Creative Commons Zero (CC0), da Mihi

30. März 2020

Pimp your Homeoffice!

Bei den zahlreichen Videokonferenzen und via Instagram oder anderen sozialen Medien sind uns einige Homeoffice-Welten aufgefallen. Was hat Pierre Bourdieu damit zu tun? 

Ruth Amstutz Loop 2020 Werkserie Eingewurzeltes III Gips gegossen, geschliffen 2er Gruppe  je 38 x 38 x 5 cm, Galerie da Mihi

27. März 2020

Wenn Dich statt der Muse die Stille küsst – ist Wolfgang Laib nicht weit

Heute ist es noch stiller als sonst. Soeben erlebe ich maximale Stille im Stillstand. Wie ergeht es Ihnen?

Sind Reisen nach Aussen nicht möglich, reise ich nach Innen zu meinen Schätzen an Erinnerungen an Ausstellungen und Begegnungen. Auf einmal stehe ich mitten in einer Begegnung mit dem Berner Ethnologen Martin Brauen. Er erzählte mir im Jahre 2014 von einem Künstler, dessen wichtigstes Werkzeug die Stille ist. 

Ruth Amstutz Loop 2020 Werkserie Eingewurzeltes III Gips gegossen, geschliffen 2er Gruppe  je 38 x 38 x 5 cm, Galerie da Mihi

26. März 2020

Wo bleibt die Aura des Originals* in digitalen Zeiten? 

Die Kunst ist flach geworden und der Bildschirm spiegelt die Fenster unseres Homeoffice. In Zeiten des «Corona Lockdowns» müssen wir notgedrungen unsere Ansprüche auf das Betrachten am Monitor zurückschrauben. Viel von der ursprünglichen Aura des Original-Werkes bleibt nicht übrig.

Martin Ziegelmüller, Frühlingswiese, 2019  Öl auf Leinwand,   80 x 170 cm,  CHF 15’500.-Malerei Galerie da Mihi, Bern

25. März 2020

David Hockney über 
Vincent van Gogh

Hätten Sie es gewusst? Hockney hat bei van Gogh abgeschaut, elegant ausgedrückt heisst das, er hat sich von van Gogh inspirieren lassen. 

Die Liebe zur Malerei, Isabelle Graw, contemporary Art, Galerie da Mihi, Bern

24. März 2020

Die Liebe zur Malerei

Das ist nicht nur unsere Passion, so lautet der Titel eines Buches, das wir Ihnen heute vorstellen. Die Autorin hat einen frischen Blick auf die Erfolgsgeschichte der Malerei geworfen: Isabelle Graw, Die Liebe zur Malerei, erschienen im Verlag Diaphanes, 2017, ISBN 978-3-0358-0046-3

Sarah Fuhrimann, weisse Wolke, Öl auf Leinwand, Galerie da Mihi

23. März 2020

Ideen im Netz – El Anatsui oder Vincent van Gogh?

Was tut die Kunstfreundin oder der Kunstfreund, wenn plötzlich sämtliche Museen geschlossen sind und allenfalls einer Risikogruppe angehörig, gar nicht aus dem Haus sollte? 

Sarah Fuhrimann, Malerei, Biel, Galerie da Mihi, Bern

20. März 2020

Ein neues Angebot: 
Kunstwerk des Tages

Die Kunst mit Publikum macht Pause. Praktisch alle Ausstellungsmöglichkeiten sind geschlossen. Dies ist speziell für junge Künstlerinnen und Künstler ein existentielles Problem. Wie können wir als Galerie helfen?

Sarah Fuhrimann Zwei Gerüste  | 2019 | Öl auf Leinwand | 60 x 60 cm | CHF 1’700.- | 19. März | Galerie da Mihi, Bern Kunst

19. März 2020

Wie verändert der «Lockdown» die Kunstszene?

Das Team da Mihi nützt den Stillstand und bildet sich weiter. Wir freuen uns, in dieser Zeit weiterhin mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

Die Beschäftigung mit Kunst entspringt einem tief verwurzelten, neurologisch erklärbaren Bedürfnis. Dieses lässt sich nicht so einfach per «Lockdown» ausschalten. Nicht nur die Künstlerinnen und Künstler sind davon angetrieben, neben vielen anderen auch wir. Darum entsteht dieser Blog. 

Vorschau

Schang Hutter und Lorenz Spring

VERSCHOBEN

Galerie, Kunst in Bern, Schweiz /Switzerland

Wir sind Mitglied im Verein der Berner Galerien

Victorine Müller da Mihi Gallery Bern

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